Montag, 17.07.2017

Sing us a song of a Lad that is gone ...

Am Morgen Blick aus dem Fenster

Tatsächlich. Wenn man genau hinschaut erkennt man gegenüber eine Fleck Sonne auf dem Hang, wo ein Loch in den Wolken das Licht durchlässt. Puh, da hat das allwissende Wetter-Orakel (moi) aber Schwein gehabt. Die Wolken werden weniger, die Sonnenflecken mehr, der Wind lässt nach. Habichsdochgesachthabich!

Kurzer Zwischenstopp am Castle

und ab auf die nächste Insel. Und das Wetter wird immer besser. Auf der Brücke schon blauer Himmel!

Und auf dem Berg gegenüber nur noch Deko-Wölkchen...

Wir genießen die Fahrt und fotografieren uns zum Depp.

Endlich hat auch das Wasser die ordnungsgemäße Farbe und alles leuchtet blau und grün.

Wir wollen diesen herrlichen Tag so weit es geht draußen verbringen. Daher halten wir nur kurz am CoOp um die Vorräte aufzufüllen und besuchen wie jedes Mal den witzigen Flohmarkt dahinter, wo eine alte Frau alles für 1-2 Pfund verkauft, was die Leute aus Skye nicht mehr brauchen. Die unfassbarste Sammlung aus blindgewordenen Gläsern, verbogenen Kerzenständern, angeschlagenen Tellern, verrosteteten Teedosen mit der jungen Queen drauf oder Dianas Hochzeit, ein unglaublicher Quatsch aber wir kaufen dort immer etwas. Weil's so lustig ist.

Next Stop: Sligachan. Kleine Campungwiese im Moor gegenüber einer Brauerei. War 2014 toll, war 2016 toll und ist dieses Jahr auch wieder toll.

Da die Sonne scheint und immer noch ein leichter Wind geht, fühlen wir uns einigermaßen sicher vor Midges. Gleich nachdem wir den Todesstern einrangiert haben starten wir zu einer 2-stündigen Wanderung ins Moor. Wir sehen einiges an Midges aber sie lassen uns in Ruhe, nur hin und wieder müssen wir eine Bremse abwehren. Der Wind wird immer weniger und uns qualmen regelrecht die Socken. Aber herrlich ist es hier. Wir machen Fotos hoch und quer, Panoramafotos und 360-Grad-Videos, aber nichts davon gibt auch nur im Ansatz wieder, wie das hier ist.

Wir sind natürlich brav und bleiben auf dem schmalen Pfad, den sie hier durchgebaut haben, damit Wanderer sicher sind und die Schönheit des Moors mit den dunklen Cuillins dahinter genießen können.

Die vorwitzige Murmel unternimmt natürlich Ausfälle nach rechts und links, kommt auch regelmäßig mit schwarzen morastigen Beinchen zurück und wird regelmäßig von winzigen aufgeregten Vögeln begleitet, die sie da wohl geärgert hat. Also verhaften wir sie und legen sie an die Flexi-Leine. The queen is not amused:

Nun erholen wir uns beim Fünf-Uhr-Tee und schauen zu, wie der Platz hier voll wird. Als wir ankamen sah es noch so aus:

Aber es trudeln immer mehr Leute ein und in zwei Stunden bekommen wir die Tür wahrscheinlich nicht mehr auf. Wir beschließen, die nächsten zwei Tage lieber wild zu stehen.